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Zum Ende der Seite springen Projekt "Tracked Vehicle" - ein ATV auf Ripsaw-Fahrgestell
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Maik MohrMaik Mohr ist männlich


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Projekt "Tracked Vehicle" - ein ATV auf Ripsaw-Fahrgestell Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo Modellbau- und Kettenfahrzeug-Freunde,

durch den Einzug in ein neues Forum traf ich einen netten jungen Mann, welcher die Vision eines Großmodell-Mehrzweck-Kettenfahrzeuges hatte. Wir unterhielten uns laaange darüber, wie man ein solches Fahrzeug aufbauen könnte, zumal er neben eine recht hohen Geschwindigkeit auch einen Nutzen haben wollte, beispielsweise Schnee räumen.

Mit der Kette hatte ich bislang noch nicht ganz so viel am Hut, baute ich doch jahrelang Boots- und Flugmodelle und entwickelte meine Programmier- und Elektrotechnikfertigkeiten weiter.

Durch die Unterhaltung manifestierte sich jedoch mehr und mehr der Gedanke, selbst ein solches Fahrzeug-Projekt auf die Beine zu stellen, und durch einen kleinen Zufall stieß ich auf Youtube auf ein Video des "Ripsaw EV-2" - einem waschechten Spaß-SUV auf Ketten. und zu meiner Schande muss ich auch gestehen - ich hielt das ersten Video für die Vorstellung eines RC-Kettenfahrzeuges... Augenzwinkern .

Es gibt im Netz schon ein paar Bauberichte über ein Ripsaw-ähnliches Fahrzeug, mir persönlich gefielen sie jedoch nicht ganz so, lenkten meine Bemühungen aber in die richtige Richtung: Besser, langlebiger, ausgeklügelter... vielleicht. Das erhofft sich ja im Grunde ein Jeder Augenzwinkern .

Als begann ich ein wenig zu recherchieren, fand aber zu dem Fahrzeug keinerlei Daten. Hintergrund: Das Projekt entsprang der Army. Glücklicherweise bekommt man Online aber Fotomaterial, auch als CAD-Drucke, welcher ich meiner annahm.

Daraus entstand dann auch der erste Entwurf auf Milimeterpapier, der Maßstab der Skizze zum geplanten Modell ist 1:3, der geplante Maßstab des Modells zum Vorbild sollte bei ungefähr 1:4 liegen.




Ob der Entwurf etwas taugt oder ob nicht, das wird man später sicher noch sehen.
Was ich aber durchaus herausziehen konnte, waren Form und Abmessungen der Längslenker (hab ich doch glatt immer als Querlenker bezeichnet ^^).
So nahm ich hochwertiges 3mm Aluminium (Reste aus einer Laser-Fertigung Augenzwinkern ) und riss mir die entsprechende Form an. Leider waren die Grundplatten weder rechtwinklig, noch gab es eine Anschlagkante... Also selbst anreißen und den Platz effizient nutzen...




Wie ihr sehen könnt, gab es keinerlei Schablonen, die ich hätte nutzen können. Alles ist von Hand bzw. mit dem Zirkel angerissen...




Nach dem Austrennen der 12 Längslenkerschenkel...




Damit die Bauteile auch genügend Stabilität mit sich bringen und nicht einknicken, mussten sie aufgedoppelt werden. Hierzu verwendete ich 20x10x1,5mm Rechteck-Aluprofil, gekürzt auf jeweils 40mm...




Nun wurden die Schenkel gekörnt und gebohrt. Ich versuchte mich zunächst mit Hammer und Handkörner - es war ein Desaster. Mit dem Automatikkörner hingegen um Welten präziser. Warum verstehe ich bis heute nicht...

Zunächst bohrte ich alle Platten mit einem 2mm-Bohrer vor, die Befestigungsbohrungen mit einem 4,0mm-Bohrer nach.




Anschließend wurden die Bohrungen auf die Profile übertragen, mit 3,2mm durchbohrt, M4-Gewinde eingeschnitten und verschraubt.




Nicht der Optik, sondern der Funktionalität geschuldet, entfernte ich nach und nach alle Schrauben, kegelsenkte die Bohrungen und ersetzte die Zylinderkopfschrauben gegen solche mit Senkkopf. Aus Prinzip verwende ich übrigens ausschließlich Edelstahlschrauben...




Irgendwann waren dann alle 6 Querlenker fertig.
Fast...




... denn die Bohrungen des Bewegungsapparates fehlten ja noch. Für die fest eingeplanten 6mm Silberstahlwellen wurde mit einem 8mm-Bohrer vollständig durchbohrt.




LG - Möhrchen

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Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Maik Mohr: 22.12.2016 21:28.

22.12.2016 21:04 Maik Mohr ist offline E-Mail an Maik Mohr senden Beiträge von Maik Mohr suchen Nehmen Sie Maik Mohr in Ihre Freundesliste auf
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RE: Projekt "Tracked Vehicle" - ein ATV auf Ripsaw-Fahrgestell Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Sowohl um Wertigkeit als auch Langlebigkeit zu steigern, entschied ich mich dazu, keine Mühen beim Bau des Fahrwerkes zu scheuen. Ich weiß genau: Wenn ich Stahlwellen "hart" in 3mm dünnem Aluminium aufhänge, dann wird aus der Bohrung sehr bald schon eine Ellipse, mit schwerwiegenden Folgen - und das brauche ich bei diesem Fahrzeug nicht.

Aus diesem Grund fertigte ich Messing-Bundbuchsen für sämtliche Bohrungen an beweglichen Teilen an, wo sie notwendig waren. Diese ersten Buchsen sind speziell für die Federbeinaufnahmen der Längslenker. Sie messen 8,05 x 3mm an der Übermaßpassung und 12x2mm am Bund. Die eingearbeitete Bohrung misst 6H7 für die 6m6-Welle... Augenzwinkern .




Nach Fertigung der 12 Bundbuchsen konnten diese eingepresst werden. Hierzu musste ich die Längslenker jedoch teilweise noch einmal zerlegen...




Der Abstand ist mit Bedacht gewählt: Der Lagerzapfen am Ende der Stoßdämpferwelle darf sich später nicht seitwärts verschieben können. Wäre dem so, würde die Welle im Dämpfer schnell verkanten, Riefen auf die Welle ziehen und der Dämpfer würde sein Öl verlieren...




Die nachfolgenden Messing-Bundbuchsen haben nun lediglich noch einen 1mm breiten Bund...




Dafür sind es diesmal 36 Stück... ^^




Am unteren Ende des Längslenkers wurden die Buchsen ebenfalls von innen eingepresst, am oberen Ende jedoch von außen. Wieso, weshalb und warum, das verrate ich zu gegebener Zeit noch...




So schaut das gute Stück nun im fertigen Zustand aus:




Alle 6 Längslenker sind fertig




LG - Möhrchen

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23.12.2016 23:20 Maik Mohr ist offline E-Mail an Maik Mohr senden Beiträge von Maik Mohr suchen Nehmen Sie Maik Mohr in Ihre Freundesliste auf
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Nun kommen die Laufwagen an die Reihe. Auch hier setze ich zuversichtlich auf 3mm Alu. Problem war nur: Resteverwertung nach bestem Gewissen - und mein Gewissen ließ mich mal ordentlich Arbeiten...
Die Grundplatten waren Ausschuss-Teile aus einer Laser-Brennschneiderei, demzufolge gab es weder Ecke noch Kanten, an denen man ein Lineal anlegen konnte.

Um das Grundblech effektiv auszunutzen, mussten also zuerst die horizontale und Vertikale Mittellinie angerissen werden, bevor es mit dem Anreißen der Bauteile losgehen konnte...




Die Seitenrahmen der Laufwagen haben eine Länge von 110mm, die Achskörnungen einen Abstand von 90mm zueinander. Die Achshöhe ist mit 8mm recht niedrig gewählt, um geflunkert ein wenig mehr Gesamt-Bodenfreiheit zu bekommen




Um dem Laufwagenrahmen ein wenig mehr Eleganz zu verleihen, rundete ich die sichtbaren Ecken vollständig und mit dem gleichen Radius ab.




Anschließend wurden zusätzliche Montagebohrungen angerissen, dann alle Bohrungen der Rahmenteile mit einem 2mm-Bohrer vorgebohrt, die Montagebohrungen mit einem 3mm-Bohrer aufgebohrt.




Zum Aufdoppeln zu einem stabilen Sandwich verwendete ich hier 20x10x1,5mm Alu-Rechteckrohr. In die Seitenwände wurden 2,5mm-Bohrungen zu M3-Gewinden aufgearbeitet und anschließend mit M3x6 V2A-Senkkopfschrauben zu einem stabilen Grundgerüst verschraubt.




LG - Möhrchen

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24.12.2016 11:30 Maik Mohr ist offline E-Mail an Maik Mohr senden Beiträge von Maik Mohr suchen Nehmen Sie Maik Mohr in Ihre Freundesliste auf
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Anscheinend wissen alle außer mir,was Du da baust?
Wenn ich davon ausgehe, daß es das Fahrzeug aus Deinem Titelbild wird und daß es schnell sein soll, müßtest Du unbedingt den Baubericht des Formel I - Panzers lesen, weil das Fahrwerk Deines Vorbilds so nicht funktioniert.
Mehr Info zum Original wäre nicht schlecht.
Nik
25.12.2016 08:22 Nik ist offline E-Mail an Nik senden Beiträge von Nik suchen Nehmen Sie Nik in Ihre Freundesliste auf
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Hallo Nik,

mehr Infos kann ich leider nicht geben, da es zum Original keine weiteren Info's gibt.
Nur soviel, dass ich fast alles selbst anfertigen möchte. Darunter:

- Ketten
- Antriebs-Kettenräder (für Flyerketten)
- Stoßdämpfer
- Kettenspanner
- Laufrollen und Auflagerollen
- Umlenk- und Antriebsräder

Ich bin da entschieden anderer Meinung. Die von dir angesprochenen Berichte habe ich gelesen, jedoch musst du verstehen, dass das fernab jeglicher modellbauerischer Möglichkeiten ist, die im bezahlbaren Rahmen liegen.
Mit "schnell" meinte ich auch nicht, dass das Fahrzeug später auf die Rennstrecke soll, sondern eben mit mindestens 40km/h das Gelände unsicher machen wird. Wenn mehr drin ist, ist es gut, wenn nicht, wird halt nachgebessert.

Schaue dir mal Videos zum "Ripsaw EV-2" an. Der ist mit brachialer Power und mehr als 100km/h unterwegs - das Fahrgestell ist dabei auch nicht mit Formel-1-Technik ausgerüstet, sondern einfach nur gut durchdacht.


LG - Maik

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26.12.2016 11:31 Maik Mohr ist offline E-Mail an Maik Mohr senden Beiträge von Maik Mohr suchen Nehmen Sie Maik Mohr in Ihre Freundesliste auf
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Es geht erneut auf die Drehbank, diesmal mit 20mm Rundaluminium.

Zunächst wurde der Außendurchmesser auf Solldurchmesser gebracht, ca. 18mm.




Ich drehte zunächst das Wellenende auf 7,95mm ab, anschließend wurde mit einem Präzisions-Bohrer eine 6mm-Bohrung eingearbeitet.




2mm hinter dem Bund war die Nut lediglich eine Markierung, bei welcher die Fase zu beginnen hat. Ausgearbeitet ergab sich ein schöner Kegel Augenzwinkern .




Mit einem Abstand von 1,5mm zum Kegel, wurde der Lagerbock schlussendlich abgestochen.




Die Übergangspassung ist so, wie sie sein sollte: Der Wellen-Lagerbock passt exakt in die Bohrung, ohne zu klappern oder zu klemmen...




Innen ließ ich anfangs noch die Lagerung überstehen, korrigierte dies später jedoch...




Diese Breite wird der Laufwagen also später haben, jedoch liegen die Lagerböcke noch viel zu lose in der Bohrung...

LG - Möhrchen

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Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Maik Mohr: 27.12.2016 18:25.

27.12.2016 18:23 Maik Mohr ist offline E-Mail an Maik Mohr senden Beiträge von Maik Mohr suchen Nehmen Sie Maik Mohr in Ihre Freundesliste auf
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Es folgten 2 sehr wichtige Skizzen. Die erste galt der "Richtung". Durch meine ununterbrochenen Recherche-Bemühungen kam ich doch noch zu Abmessungen, welche ich auch sogleich zu Papier brachte - Milimeterpapier, um genau zu sein Augenzwinkern . Da ich jedoch auf dem Papier einen Maßstab einhalten musste, nämlich 1:3, wurde die Skizze darum ein wenig ungenauer. Mittlerweile ist sie unbrauchbar, bis auf 2 Größen: Die Breite von Kette und Antriebsrolle...
Der Versuch, die Modellskizze auf Milimeterpapier zu bringen war im Grunde also gar nicht so töricht, nur etwas vorschnell gehandelt. Die Maßstabs-Skizze hätte niemals genauer werden können als eine Detail-Zeichnung in 1:1.
Ist halt auch mein erstes Kettenfahrzeug im Scratchbau...




Eine extrem wichtige Skizze erstellte ich jedoch gleich im Anschluss: Die der Laufwagen. Zum Zeitpunkt, als die Skizze entstand, war der Rahmen bereits fertiggestellt und es fehlten nur noch die Laufrollen. Hier war die Skizze Gold wert, denn da diese im Maßstab 1:1 gezeichnet war, konnte ich die Rollen problemlos direkt von der Skizze übernehmen. Dazu jedoch später mehr.




Wo ich gerade beim Thema Laufwagen bin: Der erste ist fast fertig...






Nun gab es bei der Sache nur ein Problem: Die Lagerbuchsen für die Radachsen liegen im Grunde nur "lose" in den Bohrungen. Mit jedem Stoß einer Unebenheit wird Durck auf das doch recht weiche Aluminium ausgeübt, es arbeitet sich nach und nach also eine ei-förmige Bohrung aus. Also mussten die Achsträger fest an den Rahmen gezogen und mit so viel Material wie möglich verbunden werden.

Da es mit einem Maschinenschraubstock nicht möglich ist, einen runden Kegel hochkant standsicher zu fassen, fertigte ich mir schnell eine Halterung für die Lagerböcke... Klassisch - aus einem Rest Kiefernholz ^^.




Nach Anreißen der Bohrungen wurden diese mit einem 1,6mm-Bohrer vollständig durch den gesamten Träger gebohrt.




Nicht schön aber selten Augenzwinkern : Der erste Lagerbock saß noch so stramm in der Bohrhilfe, dass ich ihn mit ein wenig sanfter Gewalt austreiben musste. Diese gestliche Tortur überstand er leider nicht schadlos.




Nach Einbohren der M2-Gewinde, konnten die Lagerungen wieder eingesetzt und mit M2x8 Zylinderkopfschrauben aus Edelstahl fest verschraubt werden.




LG - Möhrchen

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28.12.2016 22:16 Maik Mohr ist offline E-Mail an Maik Mohr senden Beiträge von Maik Mohr suchen Nehmen Sie Maik Mohr in Ihre Freundesliste auf
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Für die Laufwagen hatte ich mir noch ein paar Messingbuchsen aufgehoben. Nun war es an der Zeit, diese einzusetzen - und die wehrten sich ein wenig dagegen. Aber meiner zarten "Hammerpresse" entkamen selbst diese widerspenstigen Lager nicht ^^.




So schaut es aus: Die Buchsen sitzen so, wie sie sollen. Zur Montage musste ich leider auch die Laufwagen ein wenig zerlegen - gehört aber bei solch einem Projekt wohl dazu ^^.




Erste Passprobe mit ungekürzter 6mm-Welle...




Zwar passte die Welle, jedoch war das Gelenk so schwergängig, dass ich zuerst dachte, etwas falsch gemacht zu haben. Nach einen Tröpfchen Feinmechaniköl jedoch, lief alles wie "geschmiert", im wahrsten Sinne des Wortes. Das Beste: Null Lagerspiel, wie man es sich wünscht Augenzwinkern .




Nun konnten die 6mm Silberstahlwellen auch abgelängt, und mit den entsprechenden Befestigungsnuten für die Sicherungsringe, versehen werden. Da dies ein härteres Material als herkömmlicher Stahl ist, habe ich die Nuten mit dem Gewindemeißel eingearbeitet. Der Abstechdrehstahl würde dies nicht lange mitmachen...




So schaut es nun mit Sicherungsring aus...




Alle 6 Laufrollenwagen sind nun fest mit ihrem Längslenker verbunden. Keiner hat Spiel und alles lässt sich mit einem Tröpfchen Öl sehr leichtgängig bewegen. Besser hätte es nicht klappen können...




Da fiel mir dann auch ein echter Stein vom Herzen Augenzwinkern .


LG - Möhrchen

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29.12.2016 19:48 Maik Mohr ist offline E-Mail an Maik Mohr senden Beiträge von Maik Mohr suchen Nehmen Sie Maik Mohr in Ihre Freundesliste auf
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Diesmal wird Kunststoff auf der Drehbank eingespannt. Dies war ein wenig Problematisch, da mir der Händler leider verschwiegen hatte, dass das Material zwar rund, aber nicht laufrund war. So musste ich es zunächst auf die kleinste Unwucht spannen, rückseitig zentrieren, mit der mitlaufenden Körnerspitze abfangen und anschließend einmal sauber abdrehen.
Das Bild ist dabei recht gut gelungen und zeigt ein Problem, welches sich hierbei auftut: Das Äußere ähnelt einer "Lederhaut" und schiebt sich beim Abdrehen immer weiter nach vorn. Trifft es auf ein Hinderniss, fliegen - im wahrsten Sinne des Wortes - die "Fetzen"...




Nachdem ich den Rohling auf ca. 200mm eingekürzt hatte, konnte ich das Material mit einer 14mm Kernlochbohrung versehen. Diese half beim Abstechen des Materials in sofern, dass ich den Abstech-Drehmeißel deutlich kürzer einspannen konnte. Immerhin sprechen wir hier von einem Gesamtdurchmesser von 60mm, was eine Klingenlänge von mindestens 31mm erfordert. Durch die Kernlochbohrung konnte ich die Abstechklinge auf 24mm spannen...

Die ersten Rohlinge mit Soll-Außendurchmesser...




Jedes Rad sollte eine Stärke von 18mm haben, so stach ich alle auf 20mm ab. Beim Abstechen trat jedoch ein Problem auf: Egal mit welcher Drehzahl ich dem Material zu Leibe rückte, der Span zog sich stets seitlich zwischen Klinge und Materialwand. Dadurch wurde der Meißel seitlich in das Material gedrückt und drehte somit "schräg" ab.
Das Ergebnis seht ihr hier:




Also musste jede Felge noch einmal in das Drehfutter und plan abgedreht werden. Zunächst wurde die deutlich sichtbar nach außen ragende Kegelform plan abgedreht, anschließend die Felge gedreht und auf 18mm Sollmaß gefertigt.




Insgesamt 24 Laufrollen sind auf diese Weise entstanden, haben aber noch einen langen und steinigen Weg vor sich...




LG - Möhrchen

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30.12.2016 23:16 Maik Mohr ist offline E-Mail an Maik Mohr senden Beiträge von Maik Mohr suchen Nehmen Sie Maik Mohr in Ihre Freundesliste auf
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Nun war es daran, die Laufrollen weiter zu bearbeiten. Zunächst die Bohrung aufweiten für die 22x8x7 Rillenkugellager. Vorgebohrt wurde mit einem 20mm-Bohrer, anschließend mit dem Drehmeißel auf 22,00mm aufgearbeitet.




So geschehen bei allen Laufrollen... Da es wesentlich schneller geht, die Laufrollen aus- und einzuspannen als die Werkzeuge zu wechseln, entschied ich mich für eine Teilbearbeitung nach Werkzeugen, nicht nach Bauteilen.
Bei 24 Laufrollen ist es schon ein erheblicher Unterschied, ob ich 10 Sekunden für den Werkzeugwechsel verbrate oder 20-40 Sekunden zum Vor- und Zurückdrehen des Werkzeugschlittens oder Reitstocks.




Nun wurde noch eine Sicherungsnut in den Lagersitz eingearbeitet: 1mm tief, 1mm breit. passgenau für 22mm Seegeringe. Das 2RS-Kugellager ist bereits eingetrieben. Die Passung ist so gut gearbeitet, dass das Lager im Grunde nicht von selbst herausfallen kann, aber sicher ist sicher Augenzwinkern .
Im gleichen Zuge arbeitete ich auch gleich noch das Felgenbett aus...




Nun noch der Seegering drauf...




... ein kurzer Größenvergleich...




... und dann waren alle Felgen fertig bearbeitet - dachte ich zumindest.




LG - Möhrchen

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02.01.2017 01:40 Maik Mohr ist offline E-Mail an Maik Mohr senden Beiträge von Maik Mohr suchen Nehmen Sie Maik Mohr in Ihre Freundesliste auf
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